Gesamtbewertung
- Windschutz(5)
- Atmungsaktivität(3)
- Gewicht und Packmaß(5)
- Tragekomfort und Bewegungsfreiheit(5)
- Design und Funktionalität(4)
- Verschleißresistenz(3.5)
Zusammengefasst
Ultraleichte und sehr komprimierbare Jacke, die guten Schutz vor Wind und Regen mit hoher Bewegungsfreiheit verbindet. Die 3,5-Lagen-Konstruktion mit Lifa-Infinity-Membran setzt auf Leichtigkeit und Atmungsaktivität und macht sie zu einem idealen Begleiter für Trekking, Bergsteigen und zügige Wanderungen das ganze Jahr über.
Pros
- Extrem kompakt
- Leicht
- Große Bewegungsfreiheit
- Ergonomische, verstellbare Kapuze
Cons
- Keine Seitentaschen
Die Women’s Odin Infinity Minimalist Jacket ist eine wasserdichte 3,5-Shell-Jacke, die für alle entwickelt wurde, die maximalen Schutz bei minimalem Platzbedarf suchen. Sie zeichnet sich durch ein schlichtes Design und ein extrem geringes Gewicht aus und wurde als Notfalljacke konzipiert, die man immer im Rucksack dabei haben sollte – bereit zum Einsatz, wenn sich das Wetter plötzlich ändert.
Helly Hansen empfiehlt sie für Aktivitäten, die vom schnellen Wandern bis zum Bergsteigen reichen, und setzt dabei auf Leichtigkeit, Komprimierbarkeit und Atmungsaktivität. Eine vielseitige Shell-Jacke, die für alle Jahreszeiten geeignet ist und dem Bergsportler in die Berge begleitet, ohne der Ausrüstung unnötiges Gewicht oder Volumen hinzuzufügen.

Technische Eigenschaften der Odin Infinity Minimalist
- Helly Tech® Professional-System
- 3,5-lagige LIFA INFINITY™-Zweikomponenten-Membran
- Integriertes Recco®-System
- Verstellmöglichkeit mit Kordelzug im Inneren der Kapuze
- Brusttasche mit Sicherheitsreißverschluss
- Innentasche zum Verstauen
- Helmkompatible Kapuze
- Vollständig thermoverschweißte Nähte
- Leichtes Gewebe
- Recyceltes Material
- Außenmaterial: 100 % Polyamid
- Material der Besätze: 90 % Polyamid, 10 % Elasthan
- Gewicht: 220 g
- Herstellungsland: Vietnam
- Preis: €400


3,5-Lagen-Konstruktion
Eines der herausragendsten Merkmale der Women’s Odin Infinity Minimalist Jacket ist ihre 3,5-Lagen-Konstruktion. Im Gegensatz zu klassischen 3-Lagen-Shelljacken verwendet Helly Hansen eine Konstruktion aus einem leichten Außenmaterial, einer Lifa Infinity-Zweikomponentenmembran und einer hauchdünnen inneren Schutzschicht, die das herkömmliche Stützgewebe ersetzt.
Die Membran kombiniert eine mikroporöse Schicht aus Polypropylen, die für die Atmungsaktivität sorgt, mit einer Schicht aus Polyurethan, die die Wasserdichtigkeit und Langlebigkeit erhöht. Diese Konstruktion ermöglicht ein überraschend leichtes und kompaktes Kleidungsstück, das gleichzeitig eine hohe Leistung in Bezug auf den Wetterschutz bietet.
Das Ergebnis ist eine Jacke, die im Rucksack nur sehr wenig Platz einnimmt, aber Eigenschaften bietet, die normalerweise mit wesentlich strukturierteren und schwereren Produkten assoziiert werden.

Testbedingungen
Ich habe die Women’s Odin Infinity Minimalist Jacket zwischen Mai und Juni bei zwei mehrtägigen Trekkingtouren getestet – dem Cammino Balteo im Aostatal und der Via Spluga zwischen der Schweiz und dem Valchiavenna – sowie bei einigen Bergtouren in den westlichen Alpen der Region Cuneo.
Die Wetterbedingungen waren sehr wechselhaft: Es wechselten sich sonnige und windige Tage mit anhaltenden Niederschlägen unterschiedlicher Intensität ab, bei Temperaturen zwischen 5 und 15 °C. Ein idealer Rahmen, um den Schutz vor Witterungseinflüssen, die Atmungsaktivität, den Tragekomfort und die praktische Anwendbarkeit zu bewerten.

Der Paxistest der Odin Infinity Minimalist
Erste Eindrücke
Das erste Merkmal, das bei der Women’s Odin Infinity Minimalist Jacket auffällt, ist zweifellos ihre Leichtigkeit. Sobald man sie anzieht, spürt man sie kaum noch auf der Haut, und dank der schlichten Konstruktion und des durchdachten Schnitts bietet sie volle Bewegungsfreiheit. Der Frontreißverschluss lässt sich leichtgängig öffnen und schließen und schützt den Hals dank des hohen Verschlusses wirksam.

Mir hat auch die im Vergleich zu anderen, in der Vergangenheit getesteten Jacken etwas größere Länge gefallen. Diese Eigenschaft bietet einen besseren Schutz bei schlechtem Wetter und erweist sich als besonders nützlich, wenn man einen Klettergurt trägt.
Das Fehlen der klassischen Seitentaschen mag zunächst überraschen, erweist sich jedoch als eine Entscheidung, die der Produktphilosophie entspricht. Helly Hansen hat Wert auf Leichtigkeit, Kompaktheit und Eignung für den alpinen Einsatz gelegt und alles auf die Vordertasche konzentriert. Nach mehreren Wochen im Einsatz habe ich sie nicht besonders vermisst.

Konstruktion und Materialien
Wir haben bereits zuvor die besondere 3,5-Lagen-Konstruktion näher beleuchtet, eines der charakteristischen Merkmale dieser Shell-Jacke. Was in der Praxis deutlich wird, ist, wie diese Lösung Schutz und Komprimierbarkeit auf überraschende Weise miteinander verbindet.
Die Jacke nutzt die Helly Tech Professional-Technologie, die für intensive Outdoor-Aktivitäten und wechselhafte Wetterbedingungen entwickelt wurde. Obwohl sie extrem leicht ist, vermittelt sie ein Gefühl von Zuverlässigkeit und Schutz, wie es sonst eher für strukturiertere Shelljacken typisch ist.
Die Designphilosophie ist eindeutig minimalistisch: nur eine Außentasche, wesentliche Verstellmöglichkeiten und vollständig thermoverschweißte Nähte. Alles wurde so konzipiert, dass das Überflüssige eliminiert wird, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen.
Was die Wärmeisolierung angeht, bietet sie keine nennenswerte Isolierung, wie man es von einer reinen Außenhülle erwarten kann. In Kombination mit einem Midlayer oder einem Mikrofleece ermöglicht sie jedoch, Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt bei dynamischen Aktivitäten problemlos zu bewältigen.

Wasserdichtigkeit
Das technologisch interessanteste Element ist die Lifa Infinity-Membran, die von Helly Hansen selbst entwickelt wurde. Ihre Funktionsweise basiert auf einer mikroporösen Struktur, die den Austritt von Körperfeuchtigkeit ermöglicht und gleichzeitig das Eindringen von Wasser verhindert.
Die Besonderheit dieser Technologie liegt im Herstellungsprozess: Die Membran erhält ihre Eigenschaften ohne den Einsatz herkömmlicher chemischer Behandlungen, wie sie bei vielen wasserdichten Membranen verwendet werden. Das Ergebnis ist eine Lösung, die darauf abzielt, Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität und geringere Umweltbelastung miteinander zu verbinden.
Während des Tests hat sich der Regenschutz stets als wirksam erwiesen, auch bei anhaltendem Niederschlag.


Recco-System
In die Kapuzenkante ist der Recco®-Reflektor integriert, ein passives Hilfsmittel, das weder Batterien noch eine Aktivierung benötigt. Bei einem Unfall oder wenn man sich verirrt hat, kann es den Rettungskräften, die über die entsprechende Ausrüstung verfügen, die Suche erleichtern.

Atmungsaktivität
Die Atmungsaktivität hat sich beim Trekking und bei Aktivitäten mit mäßiger Intensität als sehr gut erwiesen. Nur in besonders anspruchsvollen Situationen, in denen hohe Luftfeuchtigkeit und starke Schweißbildung zusammenkommen, tritt ein leichter Treibhauseffekt auf – ein Phänomen, das jedoch bei vielen wasserdichten Shelljacken auftritt.
Das Produkt ist eher als leichter und komprimierbarer Notfallschutz gedacht und weniger als Kleidungsstück, das bei sehr intensiven Ausdauersportarten dauerhaft getragen wird.

Funktionalität
Die Weitenregulierung erfolgt über elastische Kordeln, die sowohl am unteren Saum als auch an der Kapuze angebracht sind. Beide lassen sich leicht verschieben und ermöglichen es, die Jacke schnell an die Wetterbedingungen oder an die Verwendung mit einem Bergsteigerhelm anzupassen.


Die Kapuze hat sich als besonders praktisch erwiesen. Sie umschließt den Kopf gut, passt sich den Bewegungen an, ohne die Sicht einzuschränken, und sitzt auch bei Wind sicher.


Die einzige Außentasche befindet sich auf Brusthöhe und ist mit einem thermisch verschweißten Reißverschluss versehen. Das Fassungsvermögen ist beeindruckend: Smartphone, GPS, Kompaktkamera oder anderes kleines Zubehör finden darin problemlos Platz.
Bei besonders schweren Gegenständen spürt man jedoch deutlich die Belastung auf der Brust, während das längere Aufbewahren von elektronischen Geräten die Bildung von Kondenswasser begünstigen kann. Das ist zwar kein Problem, sollte aber beachtet werden.
Die Innentasche erfüllt eine doppelte Funktion: Während der Aktivität kann sie zur Aufbewahrung kleiner Gegenstände genutzt werden, und sobald man die Jacke auszieht, dient sie als Aufbewahrungstasche für die Jacke selbst.


Gewicht und Packmaß
Mit einem angegebenen Gewicht von nur 220 Gramm gehört die Women’s Odin Infinity Minimalist Jacket zu den leichtesten Shelljacken ihrer Kategorie. Zusammengefaltet nimmt sie nur sehr wenig Platz ein und passt problemlos in jeden Rucksack – auch bei Touren, bei denen jedes Gramm zählt.


Passform
Ich bin 160 cm groß und habe mich für Größe L entschieden, obwohl ich bei vielen europäischen Marken normalerweise Größe M trage. Die Wahl hat sich als richtig erwiesen, da man so auch einen dickeren Midlayer bequem unter der Jacke tragen kann, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken.


Empfohlen für
Die Women’s Odin Infinity Minimalist Jacket ist für alle gedacht, die eine extrem leichte und komprimierbare Außenjacke suchen, die sie immer im Rucksack dabei haben können, ohne dabei auf zuverlässigen Schutz vor Wind und Regen verzichten zu müssen.
Ich halte sie für besonders geeignet für Wandererinnen, Bergsteigerinnen und Bergprofis, die häufig mit wechselnden Wetterbedingungen konfrontiert sind und das Gewicht sowie das Packvolumen ihrer Ausrüstung auf ein Minimum reduzieren möchten.

Mehr noch als auf extreme Robustheit setzt dieses Modell auf Leichtigkeit, Praktikabilität und Schutz. Die Kombination aus minimalistischer Konstruktion, Lifa-Infinity-Membran und integriertem Recco-System macht es zu einem modernen und technisch sehr interessanten Produkt für alle, die einen „Fast & Light“-Ansatz in den Bergen bevorzugen.










